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Das "Rottenburger Modell" steht nicht zur Disposition

Bischof Fürst und Diözesanratssprecher Dr. Johannes Warmbrunn: Es gibt keine Alternative zur...

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Herzlich willkommen Vikar Saur!

St. Maria in Heidenheim begrüßt einen neuen Vikar.

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„Das Gesicht der Kirche“

Was kann Religionsunterricht heute leisten? Wie hat sich das Fach gewandelt? Scheidende...

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Kirchengarten - die Pause zwischendurch

Der Kirchengarten hat eine neue Attraktion: Mit neugestalteten Stelen bietet der Garten einen kurzen...

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Abschied und Neuanfang

Trotz Krankheit und Corona und mit vielen Würdigungen verabschiedete am 03.07.2020 in der...

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Abendgedanken im Brenzpark

Nun ist sonntags wieder Leben im Kirchengarten des Brenzpark: Am Sonntag, 21. Juni, um 17 Uhr startete die diesjährige Reihe der sonntaglichen Abendgedanken um 17:00 Uhr.  Das ökumenische Kirchengartenteam konnte den Kulturchef der Stadt Heidenheim Matthias Jochner dafür gewinnen. Er stellte seine Gedanken unter das Thema „Pan“ – passend für eine Veranstaltung im Freien.

Im Anschluss daran, um 17.30 Uhr, wurde durch Dekan Dr. Karl-Heinz Schlaudraff und Pfarrer Tuan Anh Le der neue Besinnungsweg eingeweiht. Dieser wurde im Frühjahr im Brenzpark installiert und führt vom Haupteingang bis zum Kirchengarten. Wie das Kreuz ist er ganz in auffallendem Rot gehalten. Es handelt sich um neun Stelen mit Texten von der Bibel über Goethe bis zu Gandhi, die zum Nachdenken anregen sollen und mit dazu passenden Motiven illustriert sind.

Hier finden Sie das Programm der Abendgedanken.

Sternwallfahrt der Seelsorgeeinheit Lone-Brenz an Christi Himmelfahrt - Mit Abstand, aber mit Liebe

Als Ermutigung zur Liebe und zum Schutz der Schöpfung hat die Seelsorgeeinheit Lone-Brenz das Fest Christi Himmelfahrt mit einer Sternwallfahrt gefeiert – stellvertretend für die ganze Region.

Der Impuls, innezuhalten und sich bewusst zu machen, was wirklich zählt, stand im Mittelpunkt der traditionellen Sternwallfahrt aus allen Kirchengemeinden und Teilorten der Seelsorgeeinheit im Süden des Dekanats Heidenheim zur Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Stetten o.L. Wegen der corona-bedingten Vorkehrungen machte sich nur eine begrenzte Anzahl von Gläubigen in Bissingen, Niederstotzingen und Oberstotzingen auf den Weg, um die Himmelfahrt Jesu Christi zu feiern und den Menschen den Segen Gottes zu bringen. Pfarrer Sven van Meegen legte den Pilgerinnen und Pilgern deshalb „alle, die nicht mitgehen dürfen oder können, vor allem alte und kranke Menschen“ besonders ans Herz.

Auf dem etwa drei Kilometer langen Pilgerweg gestalteten Pfarrer van Meegen, Pfarrvikar Rajesh Jose George und ein Team von Ehrenamtlichen an fünf Stationen kurze Andachten. In Lesungen aus der Apostelgeschichte und den Evangelien und in kleinen Impuls-Gedanken nahmen die Wallfahrer wichtige Anliegen und Themen der Zeit in den Blick. Wie immer stand die Wallfahrt auch in der Tradition der Flurprozessionen und Bittgänge, bei der die Menschen um eine gute Ernte beten und der Segen Gottes für die Landwirtschaft erbitten.

So erinnerte Pfarrer van Meegen an einer der Stationen an die Trockenheit, die der Landwirtschaft derzeit schwer zu schaffen macht. Neben dem Gebet für die Schöpfung und für die Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind, gelte es, auch eigenes Verhalten – etwa beim Einkauf – zu überdenken und zu ändern. „Die Schöpfung ist uns übergeben als Verantwortliche, nicht als Verbraucherinnen und Verbraucher“, sagte der Dekan vor einem der Wegkreuze. „Wir müssen gut mit der Schöpfung umgehen, aber auch mit den Landwirten“, auf denen ein immer größerer Druck laste.

An einem schmucken Barockkreuz und der dort aufgestellten Ruhbank, die als „Liebesbänkle“ ein beliebtes Ziel von Liebespaaren ist, ermutigte Pfarrer van Meegen zur Liebe, die „das Erste, das Wichtigste“, letztlich die Grundlage des christlichen Lebens sei. Das gelte für die eigenen Beziehungen, die stets der Erneuerung und Festigung bedürfen, aber auch mit Blick auf Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft, die die Gesellschaft nicht nur in Zeiten von Corona dringend brauche. Doch auch in der persönlichen Beziehung zu Gott brauche es den „Mut, einen Neuanfang zu wagen und ihm dein Herz zu schenken“.

Überhaupt war die Ermutigung zur Liebe der rote Faden der Wallfahrt. Jesu Verheißung „Ich bin die Auferstehung und das Leben“, die in eine Tafel am „Auferstehungskreuz“ eingraviert ist, schenke nicht nur Trost im Andenken an verstorbene geliebte Menschen, sondern soll bewusstmachen: Gott liebt dich, Gott lässt dich nicht im Stich. Das Kreuz, das im Schnittpunkt der Gemarkungen von Niederstotzingen, Oberstotzingen und Stetten steht, soll außerdem dazu beitragen, Menschen zusammenzuführen.

In seiner Predigt beim gemeinsamen Festgottesdienst äußerte sich Dekan van Meegen dankbar, nach wochenlangem Verzicht bzw. Gottesdiensten mit nur zwei, drei persönlich Anwesenden nun wieder in größerer Anzahl miteinander unterwegs sein zu können. Zwar gelte es weiterhin, Abstand zu halten, dabei andere Menschen aber trotzdem „unsere Liebe und Mitmenschlichkeit spüren zu lassen“. Dafür stehe auch das Fest Christi Himmelfahrt: Jesus Christus habe gezeigt, dass sich Himmel und Erde berühren, und zwar dann, wenn Liebe und Hilfsbereitschaft den Ton angeben, und nicht Missgunst und Hass.

Dankbar zeigte sich van Meegen auch dafür, dass Niederstotzingen und die umliegenden Dörfer als erste Stadt im Landkreis Heidenheim corona-frei seien. Große Anerkennung zollte der Dekan den Pilgerinnen und Pilgern, die alle in enger Abstimmung mit der Diözesanleitung und Niederstotzingens Bürgermeister Marcus Bremer getroffenen Corona-Schutzmaßnahmen – Abstandsregel, Maskenpflicht und Händedesinfektion – gewissenhaft umgesetzt und mitgetragen haben. Die Sternwallfahrt nach Stetten könne auch unter den aktuellen Bedingungen ein Vorbild für andere sein, sagte der Dekan.

Pavel Jerabek, Regionalredakteur der Diözese Rottenburg-Stuttgart

In Corona-Zeiten im Standby - Neues von Pfarrer Gregor Rapa

Pfarrer Gregor Rapa sitzt in Polen fest und kann ganz entgegen seinen Planungen und all der Hoffnungen und Gebete nicht die Karwoche und die Ostertage in seiner Pfarrei in Luhansk in der Ostukraine zubringen. Wegen des überall grassierenden Corona-Virus sind die Grenzen zwischen Polen und Deutschland aber auch der Ukraine geschlossen. Folglich gäbe es auch kein Durchkommen in die Ostukraine.

In einer kurzen Botschaft informierte Gregor Rapa seine Freunde und klang dabei sehr traurig. Dies auch, weil seine Mutter in Polen schwer erkrankt ist und er jetzt die Hochbetagte mit Hingabe pflegt. Soweit als möglich hilft der Seelsorger in den Pfarreien der nächsten Umgebung mit.

2019 war Gregor Rapa nicht nur zum 26. Male als „Kurseelsorger“ auf der Ostalb und vertrat hier in erster Linie den früheren Steinheimer Pfarrer Ludwik Heller an dessen jetzigem Wirkungsort Hüttlingen während des Urlaubs. Es wurden auch vereinzelt Messen in Heidenheim, Gerstetten, Königsbronn und Steinheim gefeiert. 2019 wurde insofern für Luhansk ein entscheidendes Jahr, als die Machthaber die durch den Bürgerkrieg arg dezimierte Pfarrei doch noch anerkannt haben. Christliche Kirchen anderer Denominationen mussten hingegen auf Druck des Staates aufgeben, die Geistlichen das Land verlassen. Vielfach heißt es, dass dies auch auf den Druck der orthodoxen Kirche geschehen sei, die so etwas wie Staatskirche sein wolle. Der Nuntius und der damalige Diözesanbischof hatten schwierige Verhandlungen geführt.

Da Gregor Rapa aber Pole ist, traf ihn eine andere Schikane. Er braucht regelmäßig ein Visum, das drei Monate Gültigkeit hat. Für die anschließenden drei Monate muss der Seelsorger das Land verlassen und muss stets aufs Neue ein Visum beantragen. Im Moment ist wegen Corona die Lage unübersichtlich. Im Blick auf den Sommer 2020 hat Gregor Rapa im Moment wenig Hoffnung: „Ich werde wohl nicht zu euch kommen können.“

All dies und noch mehr schlägt natürlich auf den Magen und stellt eine große Belastung dar. Darum bittet Gregor Rapa um Rückenstärkung durch das Gebet.

Klaus-Dieter Kirschner

Von Berlin nach Heidenheim

Die Theologin Gabriele Kraatz ist neue katholische Dekanatsreferentin in Heidenheim. Mit vielfältigen Erfahrungen in der Pastoral kennt sie unterschiedliche „Ecken“ der Kirche und freut sich auf den Dialog und die Zusammenarbeit mit Haupt- und Ehrenamtlichen im Dekanat.

„Viele Menschen sind sehr interessiert und freuen sich auf die Impulse, die Sie setzen werden“, sagte Dekan Prof. Sven van Meegen bei der Begrüßung. In kleinstem Kreis und unter Wahrung corona-bedingter Verhaltensregeln hieß van Meegen neben Kraatz auch die neue Verwaltungsangestellte Judith Fürst in der Geschäftsstelle des Dekanats Heidenheim sehr herzlich willkommen.

Nach dem Weggang von Dr. Johannes Keppeler, der als Dekanatsreferent viele Prozesse angestoßen und umgesetzt habe, und dem Abschied von Maria Lang, die 24 Jahre im Dienst des Dekanats stand, beginne jetzt eine neue Ära in der Dekanatsgeschäftsstelle, sagte van Meegen. Der 4. Mai sei nicht nur ein Tag der Öffnung nach wochenlangen Beschränkungen des öffentlichen Lebens, sondern auch ein Tag großer Freude für das Dekanat.

Aus der Bundeshauptstadt wechselt Gabriele Kraatz nach Heidenheim – und bringt einen reichen Fundus an Erfahrungen mit. Im Erzbistum Berlin wirkte sie sechs Jahre als Diözesanreferentin für Frauenseelsorge und missionarische Pastoral. Vorherige berufliche Stationen als Lehrerin, Frauen- und Hochschulseelsorgerin und ihr Theologiestudium führten sie in die (Erz-)Diözesen Freiburg, Limburg und Mainz. Gabriele Kraatz ist 55 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. „Ich bin gerne mit Menschen zusammen, offen für Neues, liebe aber auch die Stille, die Kontemplation und das Ritual“, sagt sie über sich.

In Königsbronn ist Judith Fürst zuhause. Die neue Verwaltungsangestellte verfügt über 19 Jahre Erfahrung in einem mittelständischen Maschinenbau- und Dienstleistungsunternehmen, wo sie zuletzt Assistentin der Geschäftsführung war. Dieses Knowhow ist auch in der Dekanatsgeschäftsstelle gefragt, und doch freut sich die 39-jährige Industriekauffrau darauf, dass ihre neue Tätigkeit andere, neue Horizonte eröffnet, so wie sie sich auch privat durch den Besuch eines Seminars für Sterbebegleitung in neue Themen und Fragestellungen vortastet.

Als Willkommensgruß überreichte van Meegen den neuen Mitarbeiterinnen einen kleinen Bildband: „Christliche Wegweiser im Landkreis Heidenheim“. In diesem von ihm herausgegebenen Kirchenführer sind alle Kirchen und Kapellen der christlichen Konfessionen vorgestellt. Auch im übertragenen Sinne gelte es, den Menschen Wegweiser zu sein, sagte der Dekan: Wegweiser, die nicht in der Mitte stehen (weil sie sonst im Wege sind); die in die richtige Richtung zeigen, die Halt und Orientierung geben. Wichtig sei auch: „Die Impulse, die Sie setzen, müssen gut leserlich sein“, so van Meegen.

Pavel Jerabek, Regionalredakteur der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Ergebnisse der Kirchengemeinderatswahl 2020 im Dekanat Heidenheim

Nach Auszählung aller Stimmzettel bei den Kirchengemeinderats- und Pastoralratswahlen in den 26 Kirchengemeinden des Dekanats Heidenheim am Montag, 6. April 2020 hat Dekan Prof. Sven van Meegen allen Kandidatinnen und Kandidaten und allen für die Wahl Verantwortlichen große Anerkennung gezollt. „Ich freue mich sehr, dass in diesen schwierigen Zeiten überall gewählt werden konnte und
dass es uns gelungen ist, die ganze gesellschaftliche Bandbreite in den Gremien abzubilden. Viele junge Leute haben sich wieder für Kirche begeistern lassen und gezeigt, dass ihnen die Kirche als gesellschaftsprägende Institution und als Glaubensgemeinschaft wichtig ist“, sagte der Dekan. Viel Wert gelegt habe man darauf, dass auch Menschen mit Migrationshintergrund in den Gremien vertreten sind
und die Gemeinden vor Ort mitgestalten. „Mein großer Dank gilt den Wahlausschüssen und den Verantwortlichen in der Diözese, die so professionell und kreativ gearbeitet und die Wahl ermöglicht haben“, sagte van Meegen.

250 Frauen und Männer hatten für 239 Ratssitze in den 26 Kirchengemeinden des Dekanats kandidiert. Gewählt wurden 128 Frauen (55 Prozent) und 103 Männer (45 Prozent). Im Durchschnitt sind die gewählten Vertreterinnen und Vertreter 49 Jahre alt. 116 Kirchengemeinderäte kamen am Wochenende neu ins Amt. Wahlberechtigt im Dekanat Heidenheim waren 34541 Personen, die Wahlbeteiligung lag bei 16,06 % (2015: 21,86 %).

In den 9 Kirchengemeinden des Dekanats mit 1.500 oder weniger Katholiken fand eine Wahl ohne Bindung statt. In diesem Fall durften die Wähler sowohl Kandidaten auf der Liste ankreuzen als auch weitere Namen hinzufügen. Wo mangels ausreichender Kandidatenzahl keine Wahl stattfinden konnte, werden Vertretungsgremien benannt. Das betrifft im Dekanat Dekanat Heidenheim keine Kirchengemeinde.

 

Für Menschen in Corona-Not

Zu Hause bleiben. Was sich ganz einfach anhört, kann schnell Situationen hervorbringen, die ungewohnt und belastend sind. Eine Familie muss den ganzen Tag auf engem Raum zusammen verbringen, alte Menschen vereinsamen, weil die Enkelkinder sie nicht mehr besuchen können, Existenzängste und finanzielle Probleme sind latent vorhanden und werden von Tag zu Tag schlimmer. Die Einschränkung des öffentlichen und privaten Lebens ist ein Ausnahmezustand, von dem niemand abschätzen kann, wie lange er noch andauern wird.

Deshalb haben sich die Katholischen Dekanate Ostalb und Heidenheim mit der Caritas Ost-Württemberg zusammengetan, um Menschen in Corona-Not, aber auch in anderen Fällen, direkte Hilfe anzubieten. „Wir starten eine Telefonaktion, bei der wir sowohl im sozialen, als auch im seelsorgerlichen Bereich Gespräche anbieten“, beschreiben Markus Mengemann, Regionalleiter der Caritas Ost-Württemberg sowie die beiden Dekane Robert Kloker (Ostalb) und Professor Dr. Sven van Meegen (Heidenheim).

In den Caritas-Zentren in Aalen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd laufen die Fäden zusammen. Die Telefone sind von Montag bis Freitag zwischen 9.00 Uhr und 13.00 Uhr besetzt. „Wir hören uns das Anliegen an und vermitteln dann zu einer unserer Fachkräfte aus den sozialen Diensten oder in die Seelsorge“, erklärt Markus Mengemann. Durch den breiten, sozialpädagogischen Fächer der Caritas, der von Beratungen in familiären Konfliktsituationen, über Einzelberatung, Hilfestellung bei Suchtproblematiken oder allgemeinen sozialen Problemen reicht, ergänzen die Katholischen Dekanate das telefonische Gesprächsangebot mit ihren seelsorgerlichen Kräften. „Wir haben MitarbeiterInnen hier bei uns im Haus und darüber hinaus angesprochen, sodass wir gut aufgestellt sind“, sagt Dekanatsreferent Tobias Kriegisch.

Ab sofort geht das Gesprächsangebot von Kirche und Caritas an den Start. Obwohl sich alle bewusst sind, dass der direkte, persönliche Kontakt nur schwerlich zu ersetzen ist, wollen die kirchlichen Einrichtungen verlässlich da sein für alle, die Hilfe brauchen. Für Menschen in Corona-Not und für alle, die in irgendeiner Form auf Hilfe angewiesen sind.

Sibylle Schwenk, Dekanat Ostalb, Caritas Ost-Württemberg

Ökumenisches Hoffnungszeichen: Glockenklang, Gebet und Kerzen am Fenster

Der katholische Dekan Sven van Meegen und der evangelische Dekan Karl-Heinz Schlaudraff ermutigen ihre Gemeinden, sich dem gemeinsamen Aufruf der Bischöfe anzuschließen. Bischof Gebhard Fürst von der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Bischof Frank Otfried July von der Evangelischen Landeskirche Württemberg rufen die Gemeinden auf, in der gegenwärtigen Krise Zeichen der Hoffnung und der Verbundenheit zu setzen. In Zeiten notwendiger zwischenmenschlicher Distanz sollen an jedem Abend um 19:30 Uhr die Kirchenglocken zum Gebet rufen, um mit denen verbunden zu sein, die sich derzeit nicht im Gottesdienst treffen können. Eine Kerze ins Fenster zu stellen, ist ebenfalls ein Zeichen des christlichen Miteinanders und der Solidarität mit den am Corona-Virus Erkrankten sowie den unter Quarantäne Stehenden. Zu dieser „Hoffnungszeit“ läuten in ganz Deutschland die Glocken der Kirchen. Bischof Fürst dankt allen Helfern bei solidarischen Aktionen für schwache und alte Menschen und unterstreicht gleichzeitig die Wichtigkeit der Verbundenheit im Gebet in dieser Krise. Er sagte: „Wir haben eine einmalige Situation mit einschneidenden Maßnahmen. Ich rufe Sie deshalb dazu auf, alleine oder im Kreis Ihrer Familie zu beten und so im Gebet miteinander verbunden zu sein.“ Bischof July betont: „Die Glocken sollen uns daran erinnern, dass wir unser Leben auch in diesen Krisentagen mit dem großen Horizont der Gegenwart Gottes sehen. Die Glocken rufen uns zur Andacht und Fürbitte. Wir denken an die kranken Menschen und alle, die im medizinisch-pflegerischen Bereich, im öffentlichen Dienst, in den Familien und Nachbarschaften für Unterstützung und Hilfe sorgen.“ Und noch eine Einladung steht: So ruft die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) dazu auf, täglich um 19 Uhr gemeinsam „Der Mond ist aufgegangen“ zu singen oder zu musizieren. Das könne auch auf dem eigenen Balkon und im Garten geschehen, so die EKD. Näheres findet sich auf den kirchlichen Webseiten: www.elk-wue.de und www.drs.de

Mit Herzblut im Dienst des Dekanats

Mehr als 24 Jahre lang gab Maria Lang der Dekanatsgeschäftsstelle Heidenheim ein Herz und ein Gesicht. In Kürze nimmt sie – wie auch Dekanatsreferent Dr. Johannes Keppeler – Abschied.

„Klar, als Dekanatsgeschäftsstelle sind wir zunächst einmal Dienstleister“, sagt Maria Lang. In den Dekanaten als der „mittleren Ebene“ der Diözese laufen viele Fäden zusammen. „Aber es kommt doch ganz entscheidend darauf an, wie wir diesen Dienst ausfüllen.“ Im Kontakt mit ganz unterschiedlichen Menschen und ihren vielfältigen Anliegen sei es ihr immer wichtig gewesen, „eine Atmosphäre des Angenommenseins zu schaffen, Gastfreundschaft und Wärme zu vermitteln“. Die vielen wertschätzenden Rückmeldungen von Besuchern, die sich in ihren Anliegen ernst genommen fühlten, Hilfe und Lösungen fanden, sei ihr die schönste Form des Dankes und der Anerkennung für ihre Arbeit als Verwaltungsmitarbeiterin.

Mehr als 24 Jahre nahm Maria Lang „mit viel Herzblut und großer Leidenschaft“ die Büroorganisation für die Geschäftsstellenleitung und im Zusammenhang mit verschiedenen Dienststellen und Fachbereichen im Dekanatshaus wahr. „Die Geschäftsstelle unterstützt den Dekan und die verschiedenen Gremien wie den Dekanatsrat bei der Erfüllung ihrer Aufgaben“, erklärt Maria Lang. Zudem kümmerte sie sich fast über den gleichen Zeitraum für die Katholische Erwachsenenbildung im Dekanat um die Vorbereitung und Verwaltung von Kursen und Seminaren sowie die Abrechnung von Projekten und Veranstaltungen.

Mit dem Ziel, das kirchliche Leben zu stärken und zu entfalten, leisten die Dekanate Unterstützung der Priester und der pastoralen Mitarbeiter bei der Wahrnehmung ihrer seelsorglichen Aufgaben und vernetzen die kirchliche Arbeit durch besondere Dienste und Angebote der Seelsorge und Hilfe wie Jugendreferat, Klinikseelsorge und Betriebsseelsorge. Außerdem setzen sie Ziele, Konzepte und Prozesse der Diözese in ihrem Gebiet um und wirken mit in der fachlichen Aus- und Fortbildung und der spirituellen Stärkung der ehrenamtlichen Dienste.

Seit der Dekanatsreform 2006 sind die Dekanate in ihrer Fläche den Landkreisen angeglichen. Das erleichtert es den Dekanen, die Kirche in regionalen Belangen in Politik, Kultur und Gesellschaft zu vertreten – in Heidenheim kommt durch Dekan Sven van Meegen noch eine wichtige Brückenfunktion in die Wissenschaft hinzu: Van Meegen ist Professor für Sozialethik und Sozialphilosophie an der Dualen Hochschule Heidenheim.

„Die Aufgabe der Kirche ist es, die Leere der Einsamkeit der Menschen mit Gemeinschaft und Gottes Geist zu füllen“, sagte kürzlich Dekanatsreferent Dr. Johannes Keppler. Mit jedem Tag, so scheint es, bekommen diese Worte eine größere Bedeutung, wächst ihre Herausforderung für die Kirche. Keppeler, der schon in diesen Tagen seinen Dienst in Heidenheim beendet, sieht die vielfältigen Aufgaben der Dekanatsgeschäftsstelle im Spiegel der Grundfunktionen der Kirche: Verkündigung, Nächstenliebe und die Feier des Gottesdienstes.

„In den Geistlichen Impulsen, deren Verteilung und Organisation von der Geschäftsstelle durchgeführt wird und die in der Heidenheimer Zeitung erscheinen, wird einer großen Leserschaft das Wort Gottes nähergebracht“, erklärt er. „Das passiert auch im Pfingst- und im Adventsbrief des Dekanats.“ Die Nächstenliebe zeige sich in den auf Dekanatsebene betreuten Initiativen und Projekten wie der Monatsaktion zur Unterstützung des Heidenheimer Tafelladens oder die durchaus zeitaufwändige Organisation von Kleidersammlungen der Aktion Hoffnung, mit denen die Geschäftsstelle Zeichen eines fairen Umgangs setze. Und im Dekanatsgottesdienst am Sonntagabend wie auch bei Andachten im Rahmen von Dekanatsveranstaltungen „wird Gottes Wort liturgisch gefeiert“, sagt Keppeler.

Wenn Maria Lang über ihre Arbeit erzählt, mischt sich in diesen Tagen Wehmut, nicht nur mit Blick auf ihren Abschied. In Kürze gibt sie diese Stelle auf, um mit ganzer Kraft zusammen mit ihren Geschwistern die Mutter zu pflegen. Wehmut auch, weil ihr die Begegnung mit Menschen sehr viel Freude mache und dies angesichts von Corona in den letzten Wochen ihres Schaffens fürs Dekanat nur noch telefonisch möglich ist.

Ein Ort, der ihr besonders ans Herz gewachsen ist, ist die Kapelle des Heidenheimer Klinikums. Die wärmende und tröstende Atmosphäre und die wechselnden Gemälde, die in der Kapelle hängen und zum Meditieren einladen, ziehen sie immer wieder an diesen Ort. Auch dem scheidenden Dekanatsreferenten – er kehrt für ein Sabbatjahr in seine Heimat im Taunus zurück – bleibt diese Kapelle „der liebste Ort im Dekanat“. „Hier im Krankenhaus kommt der Mensch zu sich. Hier ist Freude über Geburt und Heilung, hier ist Einsamkeit und Verzweiflung.“ Hier in der Kapelle ist auch Raum, um Erlebtes im Dienst des Dekanats zu wägen und um Gottes Segen für das Neue zu bitten.

Pavel Jerabek
Regionalredakteur der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Weihbischof Karrer erkennt gute Wahlbeteiligung

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat am Sonntag, 22. März, die Wahl der Kirchengemeinde- und der Pastoralräte begonnen. Aufgrund der Corona-Krise findet die Wahl ausschließlich als Briefwahl statt. Laut Weihbischof Matthäus Karrer, der in der Diözese federführend für die Ausrichtung der Wahl zuständig ist, zeichnet sich unter Berücksichtigung der aktuellen Situation eine gute Wahlbeteiligung ab. Mit Blick auf den bisherigen Wahlverlauf stellt er fest, dass alles planmäßig abgelaufen ist. "Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Aktiven vor Ort in den Gemeinden, für ihre hervorragende Arbeit in den Wahlausschüssen", betont der Weihbischof.
Einzelnen Kirchengemeinden, die ihre Stimmen bereits ausgezählt haben, dürften ihr Ergebnis veröffentlichen. Angaben zu den Wahlergebnissen auf Dekanats- und Diözesanebene sind derzeit indes noch nicht möglich, sagt Karrer.
In Gemeinden mit allgemeiner Briefwahl lief die Abgabefrist für Wahlbriefe bis Sonntag, 22. März, 16 Uhr im Einwurfbriefkasten des jeweiligen Pfarramts. Das Auszählen der Stimmzettel kann bis Montag, 6. April, erfolgen. In Gemeinden mit Briefwahl auf Antrag kann die Briefwahl bis Freitag, 3. April 2020, 12 Uhr beim jeweiligen Pfarramt beantragt werden. Abgabefrist für Wahlbriefe ist dann Sonntag, der 5. April, 16 Uhr. Das Wahlergebnis auf Ebene der Dekanate und der Diözese wird am Montag, 6. April 2020, ab 12 Uhr bekanntgegeben.

Aufbrechen wie Abraham

Regionalkantor Jan Martin Chrost nimmt Abschied von Heidenheim. Der Dekanatschortag in Herbrechtingen stand im Zeichen des Dankes.
Österlicher Wohlklang erfüllte die Sankt-Bonifatius-Kirche in Herbrechtingen, in der mehr als 100 Sängerinnen und Sänger aus dem Dekanat Heidenheim die Eucharistiefeier musikalisch gestalteten. Der Gottesdienst bildete den Höhepunkt des Dekanatschortages, letztmals unter Leitung von Dekanatskirchenmusiker Jan Martin Chrost.
Lieder aus dem reichhaltigen Fundus des „Rottenburger Chorbuchs zum Gotteslob“ brachten die Sängerinnen und Sänger aus zehn Chören zu Gehör. Das vor anderthalb Jahren herausgegebene Chorbuch soll dazu beitragen, bislang unentdeckte Schätze im Gotteslob zu heben, und das gemeinsame Singen von Chor und Gemeinde verlebendigen.
In einem abwechslungsreichen Chortag aus Proben, Workshops und Gesprächen hatten die Teilnehmer zuvor neue Einblicke gewonnen, das Gemeinschaftsgefühl im Dekanat gestärkt und das „musikalische Osterfest“ mitten in der Fastenzeit eingeübt. In jedem Gottesdienst stecke ein kleines Osterfest, sagte Dekan Sven van Meegen mit Blick auf die Bedeutung der Eucharistie. Die österliche Bußzeit biete die Chance, sich auch ganz persönlich auf Ostern vorzubereiten.
In seiner Predigt würdigte der Dekan den Einsatz der Sängerinnen und Sänger für die Musica sacra und stellte ihr Engagement in den Kontext der Liturgie des Tages. So wie Abraham dem Ruf Gottes gefolgt und aufgebrochen sei, obwohl er gemeint habe, dass sein bisheriges Leben in Ordnung war, gelte es auch heute, geistig und geistlich mobil zu bleiben und immer wieder nach dem Ziel des eigenen Lebens zu fragen. Die Kirchenmusik sei eine Form der Gottsuche, betonte van Meegen und erinnerte daran, dass „Gottvertrauen“ und „auf dem Weg sein“ im Urtext der Heiligen Schrift identische Worte seien.
Sich auf neue Wege einlassen müssten sich nicht nur Menschen an Wegmarken des Lebens wie etwa der Pensionierung oder angesichts von Schicksalsschlägen. Auch mit Blick auf die Herausforderungen unserer Zeit brauche es Durchhaltevermögen, innere Freiheit und den Mut, auch mal gegen den Strom zu schwimmen, sagte der Dekan.
Als Beispiele, bei denen Christen nicht schweigen sollten, nannte er das Drama im Mittelmeer, wo viele Migranten ertrinken, oder Situationen, wo andere fertiggemacht werden, aber auch die höchstrichterliche Entscheidung, organisierte Angebote der Selbsttötung zuzulassen und damit zu einer quasi normalen Option zu machen, oder auch den Umstand, dass 80 Prozent der Frauen in Kreis Heidenheim von ihrer Rente nicht leben können.
„Haben Sie Mut, lassen Sie sich nicht die Stimme verbieten“, rief der Dekan den Sängerinnen und Sängern zu – auch vor dem Hintergrund, dass Chöre mancherorts kleiner werden und es schwieriger werde, einen Auftritt zu meistern. Nicht kirchliche Strukturen erneuerten unsere Gottesbeziehung, „sondern so ein Tag wie heute oder die konkrete Nächstenliebe“, gab van Meegen den Engagierten mit auf den Weg und schloss mit einem „Vergelt’s Gott“ und herzlichen Segenswünschen.
Ein besonderer Dank galt dem scheidenden Dekanatskirchenmusiker Jan Martin Chrost. Dekan van Meegen würdigte das „hervorragende musikalische Miteinander“, das mit knapp fünf Jahren viel zu kurz gewesen sei, und hob das große Engagement und das „sprühende, fröhliche Wesen“ Chrosts hervor. Zu den Wegmarken dieses Engagement gehöre der Aufbau der katholischen Singschule „Musica Cantorum“ in Heidenheim, die für alle Altersgruppen vom Baby bis zum Senior Angebote macht.
Diözesanmusikdirektor Walter Hirt dankte für die Spuren, die Chrost als Regionalkantor gelegt habe, etwa bei der Neukonzeption der Kinderchorleiter-Ausbildung oder der Gestaltung des Diözesankinderchortages. Dieser Höhepunkt im September 2019 auf der BUGA in Heilbronn bleibe unvergessen. „Mit der Musik ist man nie fertig“, sagte Hirt mit Blick auf den Wechsel Chrosts auf die Stelle des Bezirkskantors für Rhein-Lahn in Bad Ems (Bistum Limburg). „Weil das, was hinter der Musik steht, das Geheimnis des Lebens schlechthin ist.“

Diözese sagt öffentliche Gottesdienste ab - Kirchengemeinderatswahl findet nur per Briefwahl statt

"Rottenburg. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat ihre Empfehlungen für den Umgang mit Gottesdiensten in der Corona-Krise überarbeitet und massiv verschärft.

So sind alle öffentlichen Eucharistiefeiern und anderen Gottesdienste bis einschließlich 19. April abgesagt. Die Sonntagspflicht ist für diesen Zeitraum ausgesetzt. Die Kirchen in der Diözese bleiben aber geöffnet, um Gläubigen die Möglichkeit zum Gebet zu geben. Dies hat Bischof Dr. Gebhard Fürst zusammen mit dem von ihm geleiteten Krisenstab der Diözese am Montagvormittag beschlossen. Die Absage bis 19. April gilt auch für alle Veranstaltungen kirchlicher Träger.

„Es ist eine sehr schmerzliche Entscheidung, die mir schwerfällt und die wir so noch nie zu treffen hatten. Als Kirche wollen wir den Menschen gerade in dieser schweren Zeit nahe sein und sie begleiten. Das Gebot der Nächstenliebe, Fürsorge und Barmherzigkeit gegenüber Menschen, die besondere Zuwendung benötigen, leitet unser Handeln weiterhin, gerade in dieser schweren und kritischen Zeit“, sagt Bischof Gebhard Fürst. Alle Pfarrbüros sind weiterhin als pastorale Anlaufstellen zu den gewohnten Zeiten per Telefon oder E-Mail erreichbar. Die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind weiterhin in seelsorgerlichen Fragen ansprechbar.

Erstkommunionfeiern werden auf die Zeit nach den Sommerferien verschoben. Die Firmungen, die bis Ende Mai geplant waren, werden abgesagt und im Zeitraum von September 2020 bis März 2021 nachgeholt.

Auch Trauungen werden bis Ende Mai in der Diözese Rottenburg-Stuttgart nicht stattfinden. Tauffeiern sind zu verschieben. In dringenden Ausnahmesituationen können Priester und Diakone das Taufsakrament im engen Familienkreis spenden. Beerdigungen finden nach den behördlichen Vorgaben der teilnehmenden Personenzahl weiterhin statt. Trauerfeiern und Requien müssen nachgeholt werden.

Im Allgemeinen wird die Hauskommunion und Krankensalbung eingestellt. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger stehen aber auch in dieser Krisensituation an der Seite der Kranken. Bei einer dringlichen Notwendigkeit (zum Beispiel einer lebensbedrohlichen Situation) bringen sie – unter Beachtung der geltenden rechtlichen Lage und der besonderen Hygienemaßnahmen – auch weiterhin die Heilige Kommunion und spenden die Krankensalbung.

Die Diözese verweist auf die medialen Gottesdienstübertragungen, die ausgeweitet werden. So wird die sonntägliche Eucharistiefeier um 9.30 Uhr in der Domkirche St. Marin in Rottenburg bis auf weiteres live auf der diözesanen Homepage drs.de übertragen. Für die Feier der Kar- und Ostertage werden Lösungen erarbeitet, die rechtzeitig bekannt gegeben werden.

Die Kirchengemeinderats- und Pastoralratswahl findet am 22. März 2020 statt, allerdings ausschließlich als Briefwahl. Die Wahllokale bleiben geschlossen. In Gemeinden mit allgemeiner Briefwahl haben die Wähler die Briefwahlunterlagen bereits erhalten. Abgabefrist für Wahlbriefe ist Sonntag, 22. März, 16 Uhr im Einwurfbriefkasten des jeweiligen Pfarramts.
In Gemeinden mit Briefwahl auf Antrag werden die Fristen verlängert. Briefwahl kann in diesem Fall bis Freitag, 3. April 2020, 12 Uhr beim jeweiligen Pfarramt beantragt werden. Abgabefrist für Wahlbriefe ist dann Sonntag, der 5. April, 16 Uhr. Das Wahlergebnis für die Diözese Rottenburg-Stuttgart wird am 6. April 2020 bekanntgegeben.

Der Krisenstab der Diözese Rottenburg-Stuttgart beobachtet die Entwicklung permanent und wird die oben genannten Maßnahmen gegebenenfalls der aktuellen Situation anpassen. Auf der diözesanen Homepage drs.de ist immer der aktuelle Stand der Maßnahmen abrufbar.

Pressestelle
Verantwortlich: Thomas Brandl, Direktor Mediale Kommunikation der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Anschrift: Postfach 9, 72101 Rottenburg am Neckar - Dienstgebäude: Bischof-von-Keppler-Str. 7, 72108 Rottenburg am Neckar"

Neuer Regionalredakteur: Herr Jerabek

Um die mediale Präsenz der katholischen Kirche in der Fläche weiter zu verbessern, hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart eigene Redaktionsstellen in Ulm, Weingarten und Heilbronn eröffnet. Um die Region Ulm-Ostalb mit den Dekanaten Ehingen-Ulm, Heidenheim und Ostalb kümmert sich seit Anfang 2020 Pavel Jerabek. Der gelernte Journalist hat als Redakteur bei Tages- und Wochenzeitungen im Raum Stuttgart und in Augsburg gearbeitet, zuletzt beim Katholischen Sonntagsblatt.
Die Redaktionsstelle ist im Bischof-Sproll-Haus in Ulm angesiedelt und gehört zum Netzwerk der Stabsstelle Mediale Kommunikation (SMK) in Rottenburg. Mit ihrem Regionalisierungsmodell, das in einjähriger Arbeit entstand und vom Diözesanrat mitgetragen wird, will die SMK das breite kirchliche Leben quer durch die Diözese mit ihren gut 1,8 Millionen Mitgliedern sichtbarer machen und umgekehrt spannende Themen aus der Fläche für die Öffentlichkeitsarbeit auf diözesaner Ebene liefern. Einen Eindruck der Themenbandbreite liefert die Rubrik „Kirche vor Ort“ auf der Homepage drs.de
Weil verschiedene gesellschaftliche Milieus unterschiedliche Medienkanäle nutzen, um sich zu informieren, ist die Diözese außer auf der Homepage www.drs.de auch auf Facebook, Youtube, Instagram und Twitter präsent, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Zu den Aufgaben der Regionalredakteure gehört auch die Schulung von Frauen und Männern, die in den Kirchengemeinden mit Pressearbeit befasst sind.
Die Redaktionsstelle ist per E-Mail unter kommunikation-ulm(at)bo.drs.de oder telefonisch unter (0731) 92060-18 erreichbar.
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Instagram: (@dioezese_rs)
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Der Liebe wegen

Liebe braucht Pflege. Wie sich Partnerschaft pflegen lässt, zeigte ein „Parcours für Liebende“ der Familienpastoral im Dekanat Heidenheim.
„Liebe ist …“, so projiziert ein Beamer ein Bild der legendären Cartoonreihe von Kim Casali an die Wand der Heidenheimer Michaelskirche, „… mit den Jahren noch enger zusammenzuwachsen“. Rund 30 Paare wollen beim ökumenischen Abendgottesdienst zu Valentin genau das tun: enger zusammenwachsen, ihre Partnerschaft pflegen, die Liebe feiern. Die meisten Paare zählen zu den reiferen Jahrgängen und manche kommen regelmäßig zu diesem Gottesdienst, wie Pastoralreferentin Elisabeth Redelstein berichtet. Seit 2004 gestalten die Referentin für Familienpastoral im Dekanat Heidenheim, ihr Ehemann Uli und ein ökumenisches Team in wechselnder Zusammensetzung dieses besondere Angebot ... (bitte klicken Sie auf die Überschrift).
 

Neue Jugendreferentin ist startklar!

Zu Jahresbeginn hat die neue Dekanatsjugendreferentin Carolin Christmann ihre Stelle in Heidenheim angetreten. Damit hat die neunmonatige Vakanz im Jugendreferat nach dem Weggang von Eva Leibig ein Ende. Die 28-Jährige ist Ansprechpartnerin in Sachen Jugendarbeit für die Jugendlichen im Dekanat und bietet dazu den Gemeinden ihre Unterstützung an.
Am Sonntag, 26. Januar fand der erste Jugendgottesdienst der mobilen Jugendkirche OOPS statt in Mergelstetten zum Thema "2020. Ein neues Jahr". Im Anschluss daran waren alle eingeladen zur Vorstellung und zum Kennenlernen der neuen Jugendreferentin. Im lockeren Rahmen wurden bei Getränken und Häppchen viele Gespräche geführt und der "Neuen" gute Wünsche mit auf den Weg gegeben.
Durchaus programmatisch sind die Inhalte des OOPS-Gottesdienstes zu verstehen für Caro Christmann: Neues wagen. Routine entwickeln. Begonnenes fortführen. Wege ebnen. Gewohntes wertschätzen. Sehnsüchten folgen. - Ein Jahr voller Möglichkeiten!

Weihbischof Matthäus Karrer zu Gast

Die pastoralen Mitarbeiter des Katholischen Dekanats Heidenheim haben sich gefreut, Herrn Weihbischof Matthäus Karrer bei ihrer ersten Dekanatskonferenz im Jahr 2020 begrüßen zu dürfen. Gastgeber der Konferenz war die katholische Kirchengemeinde in Giengen.
Zu Beginn des Treffens begrüßte Dekan Sven van Meegen Weihbischof Matthäus Karrer, alle anderen Anwesenden und besonders die neuen pastoralen Mitarbeiter: Pfarrer Petter Prakash (Zur Heiligsten Dreifaltigkeit), Carolin Christmann (neue Jugendreferentin für das Dekanat) und Sarah Graßelt (neue DHBW-Studentin der Dekanatsgeschäftsstelle).
In einer aktuellen Runde konnten die Anliegen aus den Seelsorgeeinheiten und den Einrichtungen des Dekanats an Weihbischof Matthäus Karrer gerichtet werden. Er hörte sich diese aufmerksam an, ging auf sie ein und zeigte Wege auf, wie sie am besten gelöst werden können.
Der Klinikseelsorger Uli Redelstein referierte anschließend über die „Trauer- und Beerdigungspastoral“, die für die Hauptabteilung „Pastorale Konzeption“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart ein Schwerpunktthema bildet. Das eindringliche Referat löste bei den Konferenzteilnehmern positive Resonanz aus. Uli Redelstein wird eine Arbeitsgruppe für das Dekanat Heidenheim zur „Trauer- und Beerdigungspastoral“ gründen, deren Mitglieder aktuelle pastoraltheologische Erkenntnisse auf diesem Gebiet beraten und auf die konkrete Situation der Kirchengemeinden im Landkreis Heidenheim anwenden wird.
Am Ende bedankte sich Dekan Sven van Meegen bei allen Beteiligten für den erfolgreichen Verlauf des Treffens und bei Weihbischof Matthäus Karrer für dessen Annahme der Einladung zur Dekanatskonferenz und für die damit zum Ausdruck gebrachte Kollegialität.

Neue DHBW-Studentin: Frau Sarah Graßelt

Ich habe im Januar als „Duale Studentin“ im Katholischen Dekanat meine Arbeit begonnen und stelle mich daher gerne kurz vor.
Ich studiere seit 2018 „Sozialmanagement“ an der Dualen Hochschule Heidenheim.
Der Studiengang „Sozialmanagement“ setzt sich aus Sozialer Arbeit und BWL zusammen, was es mir ermöglicht beide meiner Interessensschwerpunkte nachgehen zu können und mein Wissen auf diesen Gebieten zu erweitern.
Ich studiere „Dual“, dies heißt in diesem Fall, dass ich abwechselnd 3 Monate an der DHBW studiere und anschließend 3 Monate in meiner Praxisstelle arbeite. Ich habe in meinen ersten zwei Semestern, als Unterstützung der Heimleitung in einem Seniorenzentrum, beim ASB (Arbeiter-Samariter-Bund) gearbeitet.
Die letzten 4 Praxisphasen werde ich hier im katholischen Dekanat bzw. in der keb (katholische Erwachsenenbildung) und vielleicht in der Caritas verbringen, um so an ein breites Spektrum von Wissen gelangen zu können.

50 Jahre Mesnerin: Herzlichen Glückwunsch Frau Elisabeth Gentner!

Liebe Elisabeth,  
Lieber Herr Pfarrer Krieg, werte Gemeinde,

50 Jahre die da schwanden,
hast Du im Mesnerdienst die Frau gestanden.
Nicht einmal hast Du Dich geschont,
wirst mit Glückwünschen jetzt belohnt.
Zu Deinem 50-jährigen Jubelfeste,
von der Mesnerschar nur das Beste.

50 Dienstjahre - das heißt: 50 Jahre mit Verantwortung und Pflichten angefüllt! Aber es heißt auch: 50 Jahre für deine Kirche da sein.
Mit unermüdlicher Ausdauer und anerkennenswerter Einsatzbereitschaft, hast du Deinen Dienst geleistet und dabei sicher oftmals persönliche Opfer bringen und private Nachteile in Kauf nehmen müssen.
Und so bist heute ein Vorbild für uns jüngeren Mesnerinnen und Mesnern.
Heute sind wir zusammengekommen, um Danke zu sagen für Einsatz, und Treue -auch in unserer Gemeinschaft!
Im Namen unseres Dekanatspräses und wir beiden Vorsitzenden sagen Dank im Namen unserer Mesner Gemeinschaft des Dekanates Heidenheim.

Peter Werner
Mesnerverband / Ehrendiözesanleiter / Rottenburg-Stuttgart

Bündnis gegen Altersarmut

Immer mehr Menschen sind im Alter von Altersarmut betroffen. Deshalb hat sich das Katholische Dekanat entschieden, sich dem "Bündnis gegen Altersarmut", das von der IG Metall Heidenheim initiiert wurde, anzuschließen.
Gemeinsam werden sich alle Bündnispartner in Veranstaltungen und Aktionen dafür einsetzen, dass die Altersarmut verringert wird und die Menschen in Würde alt werden können.
Dankenswerterweise hat sich Herr Hermann-Josef Boch bereit erklärt, der Vertreter des Katholischen Dekanats Heidenheim im "Bündnis gegen Altersarmut" zu sein. Wenn Sie Fragen oder Anregungen an Herrn Boch haben, können Sie sich gern über folgende E-Mail-Adresse an ihn wenden: hermann-josef@boch-zang.de. Wir danken ihm für diese Bereitschaft und wünschen ihm dabei Gottes Segen!

 

Mr. Ost-Württemberg geht in den Ruhestand

Aalen-Wasseralfingen . In der sehr geschmack- und liebevoll geschmückten Sängerhalle in Wasseralfingen fanden sich 150 Gäste und Mitarbeitende der Caritas ein, um Harald Faber noch einmal zu erleben, um zu hören, was ihm in den 39 Jahren seiner Caritaszeit besonders ans Herz gewachsen ist. Die Etablierung der Familienpflege Ostalb gehört dazu, der Ausbau der Caritas-Präsenz in Ellwangen, der Neubau der Häuser Klara und Franziskus der Wohnungslosenhilfe und schließlich die Gründung der Kinderstiftung "Knalltüte", die vor anderthalb Jahren an den Start ging mit der Maßgabe, benachteiligte Kinder ganz direkt in Projekten vor Ort zu fördern. "Das wird eine richtige Erfolgsgeschichte", blickte Harald Faber in die Zukunft. Kaum enden wollte der Applaus, den die Gäste Harald Faber im Stehen gaben.
Zuvor eröffnete Caritas-Verbands-Direktor Pfarrer Oliver Merkelbach den Reigen der Reden. "Sie sind ein Urgestein der Caritas, ein Mensch mit Ecken und Kanten, mit ausgleichendem Wesen, Geduld und Beharrlichkeit", führte Pfarrer Merkelbach aus. Er übergebe die Region Ost-Württemberg , die eine der größten der insgesamt neun Caritas-Regionen ist, gut aufgestellt. Als Zeichen der Wertschätzung zeichnete Merkelbach Harald Faber mit der Goldenen Ehrennadel des Caritas-Verbandes aus.
Als den "Mr.Ost-Württemberg" bezeichnete Dekan Professor Dr. Sven van Meegen den scheidenden Regionalleiter. Faber sei einer, dem man einfach vertrauen kann und der sich nie zu schade war, sich selbst die Hände schmutzig zu machen, wenn es darum ging, Menschen zu helfen. Dass Harald Faber ein dichtes, tragfähiges soziales Netz geknüpft habe und die Sozialarbeit professionalisiert habe, betonte Dekan Robert Kloker in seinen Worten. Die Nähe zu den Kirchengemeinden habe ihn ausgezeichnet und der weite Blick, der immer allen Menschen galt.
Mit Julia Urtel, Sozialdezernentin des Landkreises Ostalb und Peter Polta, dem Ersten Landesbeamten des Landkreises Heidenheim sowie Karlheinz Ehrmann, Sozialbürgermeister der Stadt Aalen, kamen die politischen Verantwortungsträger des sozialen Feldes zu Wort. Sie alle vertrauten der Fachexpertise Harald Fabers und alle drei dankten ihm für die gute Zusammenarbeit.
"Caritas und der Name Faber gehören einfach zusammen", betonte der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Hubert Pflüger. Mit Harald Faber gehe eine väterliche Persönlichkeit. Als Vertreter der Caritas-Regionen sprach Peter Grundler seine Wertschätzung aus. Dem Nachfolger von Harald Faber, Markus Mengemann, wünschte er einen guten Start.
Markus Mengemann wurde im gleichen Zug der Verabschiedung von Pfarrer Merkelbach in sein neues Amt als Regionalleiter der Caritas Ost-Württemberg eingesetzt. "Sie sind eine erfahrene Persönlichkeit und werden die Region engagiert auf die Zukunft hin ausrichten". Mengemann selbst gehörte das Schlusswort des Reden-Reigens. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir mit unserem neu aufgestellten Leitungsteam für ein gutes Klima in der Region sorgen und Neues bedarfsgerecht entwickeln können". Er dankte ausdrücklich Faber für dessen Zutrauen. "Du wirst für mich immer ein Vorbild sein".
Mit einer spirituellen Einstimmung in der Kirche St. Stephanus, die die beiden Dekane gemeinsam mit Pfarrer Merkelbach zelebrierten, begann der Nachmittag. Unter der Moderation von Caritas Medien-Chefin Barbara Deifel-Vogelmann, die immer wieder tolle Akzente aus dem Schaffen Fabers einflocht und mit der Musik des "Unterbrecher-Syndikats" von Betriebsseelsorger Dr. Rolf Siedler, bekamen die Worte der Redner in den Pausen eine schöne Auflockerung. Einen Höhepunkt bildete der Auftritt des Caritas Mitarbeiter-Chors, der zwei Lieder zum Besten gab und fröhlich, zugleich mit Wehmut den Dank für Fabers tolle Mitarbeiterführung ausdrückte.

50-jähriges Jubiläum der Kroatischen Gemeinde

„Glaube verbindet uns“ ist das Motto, unter welchem die kroatischen katholischen Gemeinden Aalen und Heidenheim am 09.11. und 10.11.2019 ihr 50jähriges Bestehen gefeiert haben. An beiden Tagen war Kardinal Josip Bozanic Erzbischof von Zagreb anwesend. Das kulturelle Programm bereicherte mit ihren Tänzen, Gesang und traditionellen Trachten – unter anderem „Ivan Goran Kovacic“ – eine Studenten-Tanzgruppe aus Zagreb.
Eine besondere Ehre war die Ansprache von Herrn Dekan Prof. Dr. Sven van Meegen. Hingerissen waren die Kroaten von den vielen Zitaten, die er auf kroatisch an sie gerichtet hat. Betont hat Herr Dekan van Meegen, dass die Kroaten durch ihre familiären Werte und durch ihr authentisches Glaubenszeugnis erkennbar sind.
Als weitere Gäste und Redner durften wir begrüßen: Pfarrer Tuan Anh Le, den Pfarrer von St. Maria in Heidenheim, Msgr. Franjo Prstec, den ehemaligen Pfarrer der kroatischen Gemeinden, Pfarrer Ivica Komadina aus Frankfurt, der Delegat für die kroatischen Gemeinden in Deutschland, Konsulin Lada Plesa vom Generalkonsulat in Stuttgart, Frau Dr. Claudia Stahl aus Berlin, die ein Buch über den Namenspatron der Aalener Gemeinde „seeligen Alojzije Stepinac“ geschrieben hat, Frau Karin Haisch von der Stadt Aalen und viele andere Priester aus den Nachbargemeinden sowie Wohltäter und Freunde der Gemeinden.
Erschienen und vorgestellt wurde zu diesem Anlass auch eine Festschrift. Auf 143 Seiten sind viele gute Wünsche, Erinnerungen und das Wirken der Gemeinden verewigt.
Hervorzuheben ist die Kinder- und Jugendarbeit, die durch Jahrzente nicht nachgelassen hat. Somit haben auch die ansässigen jungen Kroaten einen tollen Beitrag geleistet. Speziell zu diesem Anlass wurde auch ein Lied gedichtet und komponiert, das von jungen Gemeindemitgliedern vorgetragen und mit großem Beifall belohnt wurde.
Zum Abschluß des Festaktes erteilte Kardinal Josip Bozanic seinen Segen und bedankte sich für den Erhalt des Glaubens, die Gemeinschaft und den gemeinsamen Weg, auf dem der Blick immer auf Gott gerichtet ist. Besondere Anerkennung sprach er den Kindern und Jugendlichen aus für den Erhalt ihrer Wurzeln und ihrer Identität.
Am Sonntag feierten die Gemeinden in St. Maria in Heidenheim den Festgottesdienst. Herr Dekan Prof. Dr. Sven van Meegen betonte bei seiner Begrüßung, was für Deutsche und Kroaten die Grundlage der Gemeinschaft in der Kirche ist: „Dein Volk ist mein Volk, Dein Gott ist mein Gott. Wer glaubt ist nicht allein.“
Kardinal Bozanic begann den Gottesdienst mit den Worten: „Diese Feier soll eine Feier des Dankes sein, des Vertrauens und des zuversichtlichen Blickes in die Zukunft“. In seiner Predigt betonte er, dass der Schlüssel zum Erhalt der Gemeinde Verbundenheit ist. Die Gläubigen hat er an das Gelübte ihrer Vorfahren erinnert – an das Feiern der Eucharistie. Weiter sagte er: „Uns hat in der Heimat und auch in der Ferne das Feiern der Eucharistie geschützt. Sie vereint uns mit Gott, aber auch miteinander. Es gibt uns die Möglichkeit, sich vor und nach der Eucharistiefeier zu begegnen. Die deutschen Bischöfe bemerken, dass die Kroaten gerne zur Eucharestiefeier kommen. Das ist unser Erbe. Seien wir stolz darauf. Damit können wir die katholischen Gemeinden bereichern, in denen wir leben.”
Der Zagreber Erzbischof  Kardinal Josip Bozanic bedankte sich bei allen Priestern, die durch Jahrzehnte das Volk in der Fremde begleitet haben. Den Gläubigen gab er auf den Weg: „Seid verbunden mit euren Hirten. Die Verbundenheit der Priester und der Gemeinde hat durch die Geschichte unser Volk geschmückt. Das soll auch heute andauern. Nur gemeinsam können wir nach vorne schauen. Der Mensch, der die Geschichte seiner Vergangenheit erneuert, öffnet sich der Zukunft“.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns begleiten, unterstützen, mit uns leben, mit uns beten und mit uns feiern!

Autorin: Frau Paula Matic

 

Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten

Zum Abschluss des Prozesses, der in der gesamten Diözese Rottenburg Stuttgart die kirchlichen Aufgaben in den vergangenen 4 Jahren geprägt hat, besuchte Dekan Prof. Dr. Sven van Meegen die Kirchengemeinden zur Pastoralvisitation. Die wichtigsten Charakteristika und Entwicklungen in den Kirchengemeinden werden stichpunktartig zusammengefasst. Bitte klicken Sie auf die Überschrift!

Pastoralvisitation in der Seelsorgeeinheit Heidenheim-Nord

Am 17. Oktober 2019 kam Dekan Sven van Meegen nach Großkuchen, um die turnusmäßig anstehende Pastoralvisitation in der Seelsorgeeinheit Heidenheim-Nord durchzuführen. Zu Beginn fand eine Eucharistiefeier in der St.-Peter-und-Paul-Kirche statt, die vom Schnaitheimer Kirchenchor musikalisch mitgestaltet wurde. Im Anschluss daran trafen sich die Kirchengemeinderäte von Großkuchen, Königsbronn und Schnaitheim und der Pastoralrat der italienischen Gemeinde San Padre Pio  im Gemeindesaal zu einer Gemeinsamen Sitzung. Dekan Sven van Meegen brachte dabei unter anderem seinen Dank für die geleistete Arbeit in den vergangenen viereinhalb Jahren um Ausdruck. Einige Anliegen wurden im Gespräch genauer erörtert, wie etwa die offene und zuhörende Zuwendung zu Neuzugezogenen und auch kirchenfernen Mitbürgerinnen und Mitbürgern.
 

Kleidersammlung war ein voller Erfolg!

Bei der Kleidersammlung der Aktion Hoffnung im Dekanat Heidenheim kamen 18 Tonnen an gebrauchten Textilien zusammen. Über 100 Ehrenamtliche aus den Kirchengemeinden unterstützten die Aktion. Franz Szymanski, Projektmanager der Aktion Hoffnung ist von dem Ergebnis begeistert: "Es ist wunderbar dass durch das große Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern so eine große Menge zusammengekommen ist. Im Vergleich zur Sammelmenge der letzten Aktion können wir sogar eine Steigerung um acht Tonnen verzeichnen! Das ist einfach wunderbar.“
Die gesammelte Kleidung wird in Laupheim nach den Kriterien des Dachverbandes FairWertung sortiert und zum Teil als Hilfsgut verschickt oder vermarktet. In diesem Herbst sind von Laupheim aus Versendungen von Kleiderspenden in Container an das Sozialprojekt von Schwester Karoline Mayer in Santiago de Chile sowie die Caritas in Peru, Angola und Ruanda geplant.
Mit den Erlösen aus der Vermarktung von Kleidung finanziert die Aktion Hoffnung Projekte der Entwicklungshilfe und der Partnerschaftsarbeit. Im diesem Jahr wurde zum Beispiel schon ein Kinderheim in Indien, ein Schulbus in Uganda und ein Containertransport mit gebrauchter Kleidung für Opfer des Zyklon in Mosambik gefördert.
Wir danken allen Spenderinnen und Spendern und insbesondere den zahlreichen Helferinnen und Helfern!
weitere Informationen: www.aktion-hoffnung.org

Staffelübergabe bei Dekanatssprecherinnen

Am Montag, den 8. Juli 2019 trafen sich alle Pfarramtssekretärinnen und der Pfarramtssekretär des Dekanats Heidenheim im Katholischen Dekanatshaus zur Informationsveranstaltung über die bevorstehenden Kirchengemeinde- und Pastoralratswahlen 2020. Hierbei wurden besonders die Neuerungen im Vergleich zu den letzten Wahlen im Jahr 2015 vorgestellt.
Neuerungen gibt es auch bei den Dekanatssprecherinnen für die Pfarramtssekretärinnen und den Pfarramtssekretär im Dekanat Heidenheim. Bislang haben Frau Petra Beer und Frau Antje Horrer das Team der Dekanatssprecherinnen gebildet. Da sich Frau Horrer beruflich neu orientiert, wird sie Ihre Tätigkeit als Pfarramtssekretärin in Königsbronn zum 30. September 2019 aufgeben.
Frau Horrer arbeitete über 12 Jahre als Pfarramtssekretärin und engagierte sich zusätzlich langjährig als Dekanatssprecherin. Sie nahm diese Aufgabe mit Elan, Fröhlichkeit und großer Begeisterungsfähigkeit wahr und förderte damit in kollegialer Verbundenheit mit Frau Beer den Zusammenhalt der Gruppe der
Pfarramtssekretärinnen und des Pfarramtssekretärs. In regelmäßigen Abständen werden Treffen, Ausflüge und Schulungen organisiert. Und bei der jährlichen Adventsfeier in wechselnden Kirchengemeinden wird gemeinsam auf das Jahr zurückgeblickt.
Vor diesem Hintergrund fand im Anschluss an die Informationsveranstaltung zu den kommenden Kirchengemeinde- und Pastoralratswahlen 2020 die Wahl einer Nachfolgerin von Frau Horrer statt. Frau Rosa-Maria Lindacher – Pfarramtssekretärin in Dischingen – stellte sich zur Wahl und wurde einstimmig als neue Dekanatssprecherin gewählt. Herzliche Gratulation! Zusammen mit Frau Beer wird sie in Zukunft Ansprechpartnerin für die Pfarramtssekretärinnen und den Pfarramtssekretär im Dekanat sein. Das Katholische Dekanat Heidenheim dankt Frau Horrer ganz herzlich für Ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Dekanatssprecherin und wünscht Frau Lindacher und Frau Beer Gottes Segen für die Ausübung ihrer Aufgabe als Dekanatssprecherinnen.

Goldenes Priesterjubiläum von Pfarrer Oster

Am 5. Juli 1969 wurde Pfarrer Oster mit 19 Mitbrüdern durch Bischof Carl Joseph Leiprecht zum Priester geweiht. Ein halbes Jahrhundert lang hat Pfarrer Oster durch seinen priesterlichen Dienst viele Menschen im Glauben gestärkt, sie seelsorglich begleitet, mit ihnen gefeiert und getrauert.
Innerhalb dieser 50 Jahre wirkte er als katholischer Priester von 1969 bis 1972 in Kornwestheim St. Martinus, von 1972 bis 1977 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg sowie in Pleidelsheim, Großingersheim, Kleiningersheim und von 1977 bis 1990 im Priesterseminar Rottenburg a. N. Von 1990 bis 1999 arbeitete er als Klinikseelsorger im Krankenhaus St. Elisabeth, im Kinderkrankenhaus St. Nikolaus und in der Oberschwabenklinik Ravensburg. Bevor er Ruhestandsgeistlicher wurde, setzte er sich von 1999 – 2011 in der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn besonders für behinderte, alte und pflegebedürftige Menschen ein.
Pfarrer Oster ist vielen Gläubigen im Dekanat Heidenheim bekannt, da er an verschiedenen Kirchorten mit den Gemeinden Gottesdienst feiert. Hierbei kommt besonders sein Talent zum Tragen, in den Predigten das Wesen des Evangeliums den Menschen nahe zu bringen.
 

Resonanz und Unverfügbarkeit. Dekanatsklausur 2019

Vom 2. bis zum 3. Juli 2019 fand die diesjährige Dekanatsklausur der pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder im Kloster Brandenburg in der Nähe von Illertissen statt.
Alle Teilnehmer waren eingeladen, miteinander über das Thema "Resonanz und Unverfügbarkeit“ nachzudenken. Die Referentin der Klausurtagung war Frau Carmen Hepp, Leiterin der Katholischen Erwachsenenbildung Kreis Heidenheim e.V. Sie ist Theologin und arbeitete, ehe sie ihre Tätigkeit in Heidenheim begann, an der Universität Tübingen und davor am Institut für Fundamentaltheologie und Religionswissenschaft der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Mainz.
In ihrem Vortrag stellte Frau Hepp die Theorie der Resonanz des Soziologen Hartmut Rosa vor und beleuchtete das dieser Theorie innwohnende Moment der Unverfügbarkeit. Anschließend diskutierten die Anwesenden lebendig mit Frau Hepp über die Beziehung von Resonanz und Unverfügbarkeit und die Anwendung von Begriffen der Naturwissenschaften in den Geisteswissenschaften. Am zweiten Klausurtag wurden in vier Arbeitsgruppen die Impulse von Hartmut Rosas Resonanztheorie im Hinblick auf die pastorale Arbeit reflektiert.
Die zweitägige Klausur bietet auch die Möglichkeit, dass sich die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser kennen lernen. Vor diesem Hintergrund war es besonders schön, dass Frau Minette und Herr Pfarrer Krieg eine künstlerische Soiree am Dienstagabend gemeinsam gestalteten.

Stellungnahme von Herrn Dekan van Meegen zum Thema "Kirchenaustritt"

Jeder Kirchenaustritt ist einer zuviel und schmerzt uns sehr! Wenn jemand aus der Kirche austritt, ist das oft der letzte Schritt, der sich aber schon lange Zeit vorher abgezeichnet hat. Zwei Hauptgründe gibt es dafür: erstens die Entfremdung von der Kirche und zweitens der finanzielle Aspekt. Beide Gründe beeinflussen sich gegenseitig. Skandale sind dann noch der letzte Anschiebepunkt zum Austritt. Jedem Menschen der ausgetreten ist schreiben wir einen Brief und machen ein Gesprächsangebot. ABER: Jeder Kirchenaustritt hat vor allem für die Kirchengemeinde vor Ort negative Auswirkungen. Denn es fehlt ein Kirchenmitglied, eine einmalige Persönlichkeit in der Gemeinde. Und die Kirchengemeinden bezahlen von den Kirchensteuermitteln die Angestellten in der Gemeinde vor Ort sowie den Unterhalt der Gebäude, Gemeindezentren, soziale, caritative, kulturelle und pädagogischen Dienstleistungen. Eine Person ist z.B. ausgetreten und hat dies damit begründet, dass sie nicht mitbestimmen könne, wofür ihre Kirchensteuermittel verwendet werden. Ich habe dieser Person geantwortet, dass dies so nicht stimme, da der Kirchengemeinderat vor Ort, ein von den Gemeindemitgliedern gewähltes Gremium ist, die Steuermittel verteilt. Jeder kann an diesen Sitzungen teilnehmen und es gibt die Möglichkeit sich in den Kirchengemeinderat wählen zu lassen. Es kam keine Rückmeldung mehr von dieser Person. Eine andere Person schrieb mir, dass sie aus der Kirche austrete, weil der Bischof jedem Pfarrer drei Kinder zahle. Dieses Stammtischgerücht hält sich unentwegt und wir haben alle Personalakten seit 1945 auf diesen Vorwurf prüfen lassen. Bei keinem einzigen Fall war dies zutreffend. Auch hierauf kam keine Antwort. Was mich aber am meisten schmerzt ist, dass wir im Dekanat Heidenheim in den Gemeinden überaus fleißige, liebevolle und hoch engagierte Menschen haben, die durch jeden Kirchenaustritt abgestraft werden. Von der Klinikseelsorge über die Pastoralteams in den Gemeinden, die Caritas, der Tafelladen, das neu entstehende Hospiz Barbara, die vielen Gottesdienste, Sakramente, kirchlichen Feste, Konzerte, Bildungsveranstaltungen, Kinder- Jugend und Seniorenarbeit, Begleitung von Menschen in Not etc. Ich weiß, dass das nicht die Absicht der Menschen ist, die austreten, aber die Folgen spüren eben vor allem die Menschen in den Gemeinden vor Ort. Ich bin seit 15 Jahren Seelsorger und nur in zwei Fällen haben Menschen die ausgetreten sind weiterhin die Gemeinde vor Ort unterstützt. Wenn ich bei den anderen Sozialinstitutionen nachfrage, ob die Ausgetretenen dort dann das gesparte Geld spenden kommt die Rückmeldung, dass es nicht mehr als 5% sind. Viele der Ausgetretenen nutzen aber weiterhin die mitmenschlichen Angebote, kirchliche Dienstleistungen, Gebäude, Plätze und seelsorgerlichen Angebote. Ich frage mich daher, wo die Solidarität bleibt? Werden unsere Bemühungen für die Menschen vor Ort, die Ökumene, den interreligiösen Dialog, die kulturellen Leistungen nicht wertgeschätzt? Wie oft wurde ich bei Austrittsgründen belogen, im Nachhinein bösartig behandelt und verleumdet! Wenn ich das alles öffentlich machen würde oder könnte, es wäre ein katastrophales Bild der säkularen Gesellschaft. Was bleibt? Wir können nur unsere Arbeit so professionell wie möglich weitermachen und es läuft wahrscheinlich auf eine sog. Entscheidungsgemeinde, ein Entscheidungschristentum hinaus. Das heißt, die wenigen, die wirklich ihren Glauben leben, werden uns weiterhin unterstützen, die Kirchengemeinde prägen und das Christentum hier nicht aussterben lassen. Allen die sich in unserem Dekanat kirchlich engagieren gilt mein Dank und meine zukünftige Aufmerksamkeit.

Dekan Prof. Dr. Sven van Meegen.

SWR-Interview mit Dekan van Meegen

Herr Dekan Sven van Meegen wurde im SWR-Studio Ulm zu den Themen Kinderarmut und Ökumene interviewt. Bitte klicken Sie auf folgenden Link, um das Interview anschauen zu können: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/ulm/Heidenheimer-Dekan-Sven-van-Meegen-Kaempfer-fuer-die-Oekumene,kaempfer-fuer-die-oekumene-100.html